Etappe 13 – Limoge nach Brantôme


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Ausblick: Jungs unterwegs; Rückblick: Technik

Auweia, das wäre heute heftig geworden. Bei Temperaturen von 28 bis zu 40 Grad waren heute 96 Kilometer bei 1.060 Höhenmetern fällig. Da wäre ich sehr, sehr zeitig aufgebrochen in der Hoffung, bis Mittag am Ziel in Brantôme zu sein (Check-In offiziell ab 15 Uhr möglich). Eines der schickeren Hotels, Hostellerie du Perigord Vert-Logis. Hier auch mit angeschlossenem Restaurant, dass ich sicher genutzt hätte („traditionelle Küche aus der Region…“). Ein großer Teil der Etappe führt durch den Parc Naturel Régional Périgord-Limousin im Department Dordogne. Die ersten 70 Kilometer wieder sehr wellig mit Steigungen bis maximal 8 Prozent, aber nix rotes dabei. Ab dann flach. Höchster Punkt 470 Meter. In Kombination mit der Hitze wäre ich da auch in gesundem Zustand an meine Grenzen gekommen, vermute ich. Alternative: Zug von Limoge nach Thiviers in 47 Minuten, dann noch 30 Kilometer zur Unterkunft. Hätte ich möglicherweise gemacht. Die Fotos auf komoot sehen wieder ganz wundervoll aus, viel Wald und Grün, dann wieder Hochebene mit Blick über Wälder. Die folgenden (Rad-)Wanderwege waren dabei:
– V56: Véloroute Limoges – Le Change
– V2402: Dans la roue de Lawrence d’Arabie en Haute-Vienne
– V737: Thiviers – Nexon – Rochechouart
– V92: La Flow Vélo, Thiviers – Nontron, Ètape gourmande dan le Périgord vert (nur kurz)
– V734: Marennes / Barbézieux / St-Pardoux
Ich bin wirklich beeindruckt von der Infrastruktur der Radwanderwege in Frankreich bis hierhin. Noch drei Etappen in Frankreich ausstehend.

Am Morgen die Jungs verabschiedet. Sind jetzt auf dem Weg nach Spanien und hätten mich am heutigen Etappenziel aufgabeln können. Muss ich zumindest einmal einstreuen: hätte, hätte…

Da kein Aufgabeln nötig, eine Route über Perpignan gewählt, um den Großraum Bordeaux zu vermeiden. Übernachtungsstopp in Narbonne geplant.
Meine Patisserie-Recherchen haben einen Treffer in der Innenstadt ergeben, werde ich die Tage mal ausprobieren. Heutiger Ersatz eine Schmand-Mohnschnitte modifiziert mit Brombeeren aus dem Garten:

Zur Technik

Das hatte ich zusätzlich zum Smartphone dabei. Zunächst mal zur Akkupower: beim Laden nach der Ankunft im Hotel waren bei allen Geräten mindestens 50% übrig, ich hatte nie Sorge, dass ich ohne Strom irgendwo hängen bleibe. Ladesituation:

Zu den Geräten:
– Kamera: wunderbares Teil in Kombination mit der sehr stabilen Halterung. Wie schon bei den Trainingstouren sehr gut während der Fahrt zu bedienen, Wechsel zwischen Film und Foto einwandfrei. So konnte ich am Abend den Blog mit den aktuellen Etappen-Fotos bestücken. Auf den kleinen Bildschirmen habe ich allerdings nicht immer die Details erkannt, die ich während des Fotos einfangen wollte (zum Beispiel startende Störche). Während meiner Stadtrundgänge ebenfalls genutzt für Filme.
– Mikro (mit Puschel, in der Mitte oben): hat mit Magnet prima am Fahrrad-Trikot gehalten. Manchmal habe ich allerdings vergessen, es nach dem Anschalten der Kamera ebenfalls zu aktivieren. Den On-Button musste ich Anfangs noch ansehen, um ihn zu finden, ging nach einer Weile auch nur durch ertasten. Sound-Qualität wird sich beim Film-Schnitt zeigen, machte bei den Tests einen guten Eindruck.
– Fahrrad-Navi von Garmin: wenn ich mich mehr in die Anleitung eingelesen hätte wäre wahrscheinlich noch mehr Nutzen rausgekommen. Grundsätzlich ein solides Teil, das mich zu 95 Prozent nachvollziehbar gelotst hat. In Stadt-Situationen mit Strecken durch Unterführungen oder kleine, sich abwechselnde Kurven habe ich manchmal den Überblick verloren und musste nach ein paar Metern umkehren (das Piepen, das Abzweigungen ansagte, war dann entweder nicht vorhanden oder unklar für mich). Auch die Darstellung bei zwei eng aneinander verlaufenden, parallelen Wegen war nicht immer optimal. Übertragung der komoot-Daten problemlos. Würde ich wieder nehmen, da auch gutes Preis-/Leistungverhältnis.
– Fitness-Uhr: na ja. Hat mir bei den vielen flachen Kilometern an Kanälen und Flüssen entlang bestätigt, dass die Herzfrequenz OK ist und dass ich bei den knackingen Anstiegen am Limit bin. Ich denke, das Navi und eventuell ein Brustgurt wären doch ausreichend gewesen.
– Smartphone (nicht im Bild): habe ich zum Start einer Etappe verwendet, um meinen Standort mit der Familie zu teilen und unterwegs, um E-Mails und WhatsApp-Nachrichten zu checken. Immer wieder beeindruckend: eigentlich einen kleinen Computer bei sich zu haben. Kommunikation mit den Unterkünften, Wetter-Check, Routenanpassung, bloggen, Bahnalternativen suchen und buchen, Zeitung und Buch lesen, vor Ort Sehenswürdigkeiten/Restaurants/Supermärkte/Apotheken checken. Alles mit dem kleinen Ding. Ohne wäre ich ziemlich aufgeschmissen gewesen.

Kommentare

Bitte seid hier nett zu zueinander und zu mir. Auf dem Weg nach Spanien möchte ich gern positive Erlebnisse haben, wenn ich in die Kommentare schaue.

5 Kommentare zu „Etappe 13 – Limoge nach Brantôme“

  1. Avatar von Steffi Str 🐢
    Steffi Str 🐢

    Hier ein Lied dazu: 🚴‍♂️
    https://youtu.be/Vi0vWqXa9oY?is=Kuey-PupGixHNkUr

    1. Avatar von Daniél
      Daniél

      Sehr schöner Song, werde morgen einen aus Frankreich teilen.

  2. Avatar von Ralf S.
    Ralf S.

    Unfassbar, wie sich der Hitchhikers Guide von der Enzyklopädie zum Smartphone gemausert hat. In den 80ern konnte ich das gar nicht fassen. So wie du staune auch ich ( manchmal).
    Gedicht: Viele kleine Pedaltritte -> Mohnschnitte – in ehrenvoller Art – Brombeer’n aus dem Gart‘. Nun ja.

  3. Avatar von Daniél
    Daniél

    Danke fur die Verse!

  4. Avatar von Zvonimir Barun
    Zvonimir Barun

    Bok Daniel,

    Wünsche dir noch viele schöne Momente auf deiner Reise 👊👊

    Ljepe pozdrave 🤗
    Zvonimir

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