Rückblick: körperliche Vorbereitung
Temperaturen heute beim Start um die 24 Grad, bei Ankunft schon 32. Nicht ganz so heiß wie gestern, wäre wohl gegangen. Die Strecke über 107 Kilometer und 840 Höhenmeter führt das erste Drittel bis Ribérac an der Dronne entlang. Eine offzielle Radweg-Routen-Bezeichnung konnte ich in der Routenplanung nicht erkennen. Von Ribérac aus dann ab in den Süden. Die Fotos auf komoot machen wieder einen malerischen Eindruck mit viel grün und Wald und Felsen. Eine größere Stadt ist noch unterwegs, Montpon-Ménestérol. Kurz darauf hätte ich die Autobahn A89 gekreuzt (ich hoffe, oben drüber und unten durch), die ich normalerweise bei der Autoreise nehme. Vor dem Etappen-Ziel Castillon-la-Bataille dann wieder an der Dordogne entlang. Erneut schnuckeliges Hotel. Zielort schon recht nah an Bordeaux, weiß nicht, ob ich Auswirkungen der Waldbrände wahrgenommen hätte.
Es gibt tatsächlich einen französischen Fahrradsong von Yves Montand (1968): La Bicyclette. Wurde auch im Rahmen der französischen Tour de France-Übertragung verwendet.
Arzt-Kontroll-Termin erfolgreich absolviert, Lungenfunktion wieder auf Standard-Level, es brodelt nix mehr. Allerdings noch still halten, was sportliche Betätigungen betrifft, fällt mir zunehmend schwer – sei’s drum.
Am Nachmittag die Drittgeborene zum Flughafen gebracht, die zwecks Prüfung nicht direkt mit den Jungs nach Spanien fahren konnte. Heute Abend also Kids-Reunion in Madrid-Barajas.
Patisserie in Ingolstadt ausprobiert. Das könnte zu einer dauerhaften Beziehung werden:

Körperliche Vorbereitung
Ich fühlte mich echt fit. Die Beine haben einfach durchgestrampelt, Rücken hat nach einer Woche auch keine Probleme bereitet. Was mir geholfen hat: zu verstehen, wie ich in einen guten Flow komme, wie ich entspannt vor mich hinstrample, statt dauerhaft Vollgas zu geben. Dafür war das Wintertraining auf der Rolle sehr hilfreich.

Meine erste Fitnessberaterin und später V. haben mir kluge Vorgaben für das Grundlagen-Training mitgegeben. Erst habe ich in den Einheiten ca. 60 Minuten bei einer Herzfrequenz von unter 120 absolviert. Später dann im Wechsel 10 Minuten niedrige Frqeuenz und 10 Minuten mittlere (mit Warm-up und Cooldown 75 Minuten). Das hat sich definitiv ausgezahlt: mit einem Gang, bei dem ich nicht allzuviel Kraft investieren musste, bin ich mit einer Herzfrequenz um die 130 auf flacher Strecke wunderbar vorwärts gekommen. Und bei Anstiegen konnte ich mit einem kleinen Gang gut durchhalten, ohne meinen kritischen Bereich von 167 zu überschreiten. Was das Tempo angeht: ich habe hier ein paar Standardstrecken, bei denen ich gut vergleichen konnte. Mit Vollgas war mein Schnitt nur geringfügig schneller als dann mit dem gefühlt moderaten Kraftaufwand.
Im Fitnessstudio haben wir gezielt an meiner Rückenmuskulatur gearbeitet. Damit bin ich wirklich hochzufrieden. Erst jetzt, nach einer weitgehend bewegungslosen Woche, habe ich den Eindruck, dass ich wieder was tun muss. Weder bei, noch nach den Etappen hatte ich Schmerzen an meinen neuralgischen Stellen (Nacken, unterer Rücken, Iliosakralgelenk). Das möchte ich natürlich gern beibehalten. Einzig die Unterarme/Handgelenke sind nachhaltig irritiert. Bei den ersten 750 Outdoor-Trainings-Kilometern und Rolleneinheiten war gar nichts. Mit der Trainingstour Ende Mai, bei der ich versucht hatte, nach Gunzenhausen zu kommen, fing das Dilemma an. Bin gespant, was der Orthopäde morgen dazu sagt.

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