Nachdem wir gestern Abend in El Olmillo angekommen waren gab es nochmal Live Musik: zunächst vom Zweitgeborenen, dann mit Unterstützung der Geschwister und bei zwei a capella Stücken durfte ich auch mitwirken. Sehr schöner und entspannter Tagesausklang.
Genauso entspannt ging es heute weiter.

Nach gemütlichem Aufstehen und Frühstück wieder zur Fuente de la salud. Durch die sozialen Medien spricht sich der Ort wohl rum als „Naturpool, nur eine gute Autostunde entfernt von Madrid“. Am Vormittag nicht viel los.



Im letzten Foto kann man gut das grüne Band der Hoces de Duraton (Schlucht des Fluss Duraton), eingebettet in die Landschaft, erkennen. Hier gibt es auch eine große, geschützte Population von Geiern. Deshalb darf man im Frühling während der Brutzeit nur in kleinen Gruppen und nur mit Genehmigung durch die Schlucht wandern.
Mittagessen bei den örtlichen Großeltern, sehr lecker.

Hier stehen auch noch die alten landwirtschaftlichen Gebäude, heute werden dort die Hühner und Katzenbabys beherbergt.


Den Gemüse- und Obstgarten gezeigt bekommen, die Wassermelonen gibt es meist zum Nachtisch.

Kleine Siesta, dann erste Mitbringsel-Einkäufe im Supermarkt. Noch eine Runde Froton mit dem Erstgeborenen.
Um 20:00 Uhr haben unsere Cousinen eine Führung in den Lagunen von Cantalejo gebucht. Interessant aufbereitet: ein klassischer Führer, unterstützt und unterbrochen durch eine Dame, die eine historische Person Anfang des 20. Jahrhundert dargestellt hat. Wir haben gelernt, dass eine Vorrichtung zum Trennen von Spreu und Weizen lange hier produziert wurde: ein Trillo. Die Besonderheit: hier wurde das Holz nicht nachträglich gebogen, sondern bereits mit Biegung gesägt. Dadurch war es das Hochwertigste auf dem Markt. Nachdem andere Geräte für diese Tätigkeit entwickelt worden waren, entstand ein neuer Wirtschaftszweig: die Gewinnung des Harz der Pinien. Ein mühsames Handwerk.


Auch dieser Erwerb endlich, da andere Produkte, z.B. basierend auf Erdöl, günstiger wurden. Seit Anfang dieses Jahrhunderts gibt es wieder Menschen, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Verwendet wird das Harz für Kosmetikprodukte, zur Abdichtung, als Kleber.

Torf wurde auch abgebaut. Und Locals kommen im Winter, um Pilze zu sammeln (niscalo = Edelreizger).


Abendessen in El Olmillo in großer Runde und später als sonst. Erst ab Mitternacht musikalischer Ausklang.
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