Rückblick: Anpassung bei der Unterkunftsplanung
24 Grad beim Start, ca. 31 Grad bei Ankunft. Die Temparaturen steigen. Heute nochmal eine kürzere Etappe mit 62 Kilometern und 830 Höhenmetern. Bei 480 Metern über dem Meeresspiegel starten, bei 260 ankommen. Dazwischen ein Auf und Ab, immer mal wieder dunkelorange und rot – Zeit zum Schieben. Es geht nicht mehr an Gewässern entlang sondern eher durch’s Grüne. Die Bilder auf Komoot sehen sehr malerisch aus, zum Teil schattig durch den Wald. Geschätzte Ankunftzeit bei Aufbruch um neun wäre so gegen 13 Uhr gewesen. Die Etappe führte fast durchgehend über diese offizielle Radroute.
Die ersten Tage in Frankreich bin ich offensichtlich hauptsächlich auf der EuroVelo 6 unterwegs gewesen. Komoot gibt immer die gleichen Wettertipps:
– es wird heiß, denk daran, Wasser mitzunehmen
– Regenwahrscheinlichkeit ist hoch, nimm‘ Regenzeug mit (aktuell ziemlicher Quatsch)
– Hoher UV-Index, Sonnencreme-Empfehlung
– „Rechne mit leichtem Wind und wechselhaften Bedingungen.“ (hört sich eher nach Horoskop an).
Gesundheitlich geht’s mir besser, auch die heutige Etappe wäre allerdings nicht drin gewesen. Es wurmt mich allmählich, dass ich jetzt natürlich nicht rausfinden kann, ob ein gesunder Daniél es bis hierher gepackt hätte. Doof, doof, doof. Zur Ablenkung Patisserie-Ersatz:

Unterkunftsplanung
Da habe ich es mir wohl etwas zu leicht gemacht. Im Prinzip bin ich hauptsächlich geografisch vorgegangen und habe nach ungefähr 100 Kilometern Strecke einen der ersten Treffer auf Booking gebucht. Voraussetzung: Frühstück wird angeboten. Zum Teil wären jetzt noch sehr spannende Unterkünfte gekommen (werde berichten), war eher Zufall. Ich sag mal so: 5 der 7 Hotels waren OK bis sehr OK. Nummer acht machte dann eher einen Nicht-OK-Eindruck nach Kontaktaufnahme wegen früherem Check-IN. Bei allen Hotels konnte ich auf Nachfrage das Fahrrad in einem abgesperrten Bereich sicher abstellen, auch bei denen, die noch kommen. Was ich anders machen würde:
– Zeiten für Check-IN: gerade in Frankreich waren diese im Standard zwischen 15 und teilweise erst 17 Uhr. Hier würde ich künftig erst buchen, wenn ich verlässliche weiß, dass ich ab 13 Uhr einchecken kann
– Komfort/Wohlfühlen: beim nächsten mal gucke ich mir die Fotos und die genaue Lage der Unterkünfte doch etwas intensiver an und studiere nicht nur die ersten paar Bewertungen
Was ich gelernt habe: wenn ich ankomme möchte ich direkt ins Zimmer und es dort schön haben. Abendessen an den ersten drei Abenden in Deutschland im Hotel war völlig in Ordnung für mich, genauso wie die Verpflegung außerhalb der Hotels in Frankreich, bis hin zur Brotzeit aus dem Supermarkt.
Heute die drittgeborene früh zum Bahnhof gebracht, danach sogar noch einen Orthopäden-Termin am Freitag bekommen. Die Unterarme schmerzen weiterhin trotz dauerhafter Ruhe, auch keine richtige Kraft in den Händen. Und die Komiker, äh Jungs bei den Reisevorbereitungen für den morgigen Aufbruch nach Spanien unterstützt.

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