Gestern nach dem Abendessen noch ein bewegendes Gespräch mit den älteren Cousinen geführt. Danach hat der Zweitgeborene die Gitarre ausgepackt und die Kinderschar (sieben bis zehn Jahre alt) mit ein paar Baladen in den Schlaf gespielt.
Heute etwas früher aufgestanden, da wir uns eine Ausgrabung in der Nähe mit Führung ansehen durften. Eine verloren geglaubte römische Stadt, die erst Anfang dieses Jahrtausends wieder entdeckt wurde: Confloenta.
Der Mensch, der die Führung durchgeführt hat, war auch für unser Spanisch-Level ganz gut verständlich. Die Therme ist bereits sehr gut ausgegraben und erforscht:

Anekedote: das Schwimmbecken war als Infiniti-Pool angelegt und überblickte das darunter gelegene Tal des Duero.
Man kommt überall gut hin, Infotafeln erläutern den Fundort (ausschließlich Spanisch, den QR-Code habe ich nicht ausprobiert).

Bei den Ausgrabungen wurde auch eine römische Münze von 302 n.Chr. gefunden. Eine verwendete Technik im Zusammenhang mit den Ausgrabungen: Luftaufnahmen des Gebietes, bevor die Getreidefelder abgeerntet werden. Dort, wo das Getreide weniger gut wächst ist darunter weniger fruchtbarer Boden, sprich Steine der Siedlung. Die Siedlung oder Stadt wurde 95 v.Chr. gegründet und umfasste ca. 70 Hektar in diesem Gebiet.

Toller Einblick in römische Geschichte und faszinierend, dass es auf dem Gebiet immer noch neue Funde gibt.
Anschließend mit den Kids Ausflug nach Sepulveda, ein wenig Tongeschirr gekauft (u.a. Wendeteller für Tortilla) und eine Bar für einen Kaffee besucht.

Heute großes Mittagessen mit einem großen Teil der Familie. Weitere Familienmitglieder sind zum Wochenende dazu gekommen.

Es gab Paella von einem nahegelegenen Restaurant: einmal mit Meeresfrüchten, einmal vegan. Beides sehr lecker.

Schöne Gespräche und Anekdoten, Vergleiche zwischen Anwesenden und Vorfahren (mein Papa und ich). Heute auch eine ganz liebe Hündin, Olivia, anwesend.

Nach der Siesta wieder ab zum Frontennis-Court. Naherholungsgebiet vor Ort mit Spielplatz und eben Fronton.

Unglaublich, wie sich der Tagesablauf anders anfühlt. Siesta um 17 Uhr beendet, Aufbruch Fronton, und dann ist immer noch ein halber Tag übrig, weil ja erst um 22 Uhr zu Abend gegessen wird. Dadurch wirkt der Tag viel länger.
Heute hat es sogar leicht geregnet während des Mittagessens. Ganz besonderes Feeling und Gerüche dadurch.

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