Auf den letzten Drücker doch noch ein paar zusätzliche Aufgaben im Büro, das meiste konnte ich klären, Rest kommt morgen. Info über Abwesenheit verteilt. Proviant für den Freitag besorgt (Traubenzucker, Wasser, Zitronen), unterwegs hatte ich bisher kaum Hunger und bin mit den Getränken gut zurecht gekommen. Kann sich natürlich jederzeit ändern, dann passe ich mich an. Später noch Basketball-Dinge zu erledigen. Wetteraussichten temperaturmäßig soweit fein, die angekündigten Gewitter am Vormittag wären jetzt nicht so knorke.
Planung
Wie bin ich vorgegangen? Um zum Start der Vorbereitung überhaupt einen Eindruck zu bekommen, was mir da streckentechnisch bevorsteht, habe ich im November ’25 die Endpunkte im Bikerouter eingegeben. Raus kamen knapp 2.000 km. Dann eine erste Etappenplanung in komoot und das ganze liegen lassen. Drei Wochen mit täglich ca. 100 km und vielleicht noch 1-2 Ruhetagen fühlten sich für mich machbar an. Darauf basierend Training und Equipment geplant, die konkrete Routenplanung zur Seite gelegt. So richtig habe mich dann erst wieder im Juni damit außeinandergesetzt und die Etappen komplett über komoot geplant. Die Strecke vom November ging über Bodensee und dann weiter durch die Schweiz, wies aber deutlich mehr Höhenmeter auf als der komoot-Vorschlag vom Juni. Mit der Basis dann weitergearbeitet:

Was ich mit Komoot und dem Garmin bei den Trainings und der Tour nach Würzburg gelernt habe:
– wenn ich komoot eine Gravelbiketour planen lasse, bekomme ich Graveluntergrund, auch wenn möglicherweise direkt daneben ein schöner, geteerter Radweg verläuft. Also: Fahrradtour ausgewählt
– wenn ich mich nicht auf die Anweisungen des Garmin konzentriere sondern alternativ grünen Radweg-Pfeilen folge und dann auch noch über das Smartphone googlemaps bemühe, verfahre ich mich. Als ich die erste Etappe Richtung Günzburg auf diese Weise navigierte hatte das zum Effekt, dass ich zwar die geplanten 114 km gefahren, aber nicht in Günzburg angekommen bin.
Zur Übernachtung möchte ich in Hotels mit Frühstück unterkommen, damit hatte ich zusammen mit der Gesamtstrecke die Eckdaten für die weitere Planung. Mit dem Vorgänger der abgebildeten Tour ging’s dann weiter. Der Etappenplaner von komoot hat schöne Einzeletappen fabriziert, die endeten aber meist nicht an Orten mit Übernachtungsmöglichkeit (wahrscheinlich habe ich eine Einstellung übersehen). Auch egal, die Aufteilung mit 100 km Etappen war eh nicht möglich mangels eben Hotel. Des weiteren schreckte ich vor mindestens einer Etappe in Spanien zurück, bei der mir 2.300 Höhenmeter angezeigt wurden und ich in der Detailansicht gut diese dünnen Höhenlinien erkennen konnte, die bei um die 1.200 m anfingen und fast bei 1.900 m endeten. Laut Karte gabe es auf den 100 km Aussichtspunkte, Wetterhütten und sonst eigentlich nix. Also außenrum geplant und eine Etappe drangehängt, so komme ich auch durch Burgos. Da bin ich sonst immer nur mit dem Auto vorbei. Auch das mit den Ruhetagen hat nicht geklappt, ich habe aber einige Etappen dabei mit weniger als 70 km.
Eine Unterkunft ist direkt am Atlantik, wenn alles klappt werde ich erstmals in Spanien in einem Parador nächtigen. Längste Einzeletappe geht über 133 km, die meisten Höhenmeter an einem Tag habe ich in Spanien mit 1.400 m, wo es insgesamt hügeliger wird. Mit der Trainingstour vom Samstag (60 km, 680 Höhenmeter) habe ich eine groben Richtwert, fühle mich weitgehend gewappnet.
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