Diese Etappe sollte noch länger als gestern werden: 133 km standen an. Nach einer miesen Nacht und erhöhter Temperatur bin ich davon ca. 20 geradelt. Ich hatte mir fest vorgenommen, die Reise nicht auf-Teufel-komm-raus durchzuprügeln. Und schon am zweiten Tag konnte ich auch dieses Vorhaben umsetzen.

Die ersten 12 Kilometer nach Ulm gingen zunächst an der Landstraße und dann an der Donau entlang.

Den mittlerweile zweithöchsten Kirchturm der Welt habe ich tatsächlich schon kurz nach dem Aufbruch in Elchingen gesehen.
Im Zug von Ulm nach Tuttlingen durch eine wunderbare Landschaft gefahren. Sattes Grün, Felsformationen, die ungewohnt immer schmaler werdende Donau.

Kunst im öffentlichen Raum im Vordergrund – wahrscheinlich aber Bahn Infrastruktur. Wer weiß, was das genau ist, gerne in die Kommentare. So saftig sah es die ganze Zeit aus. Sonne, Wolken und Regen wechselten sich munter ab, auf halber Strecke stieg ein druchnässter Gravelbiker zu. Bin direkt über meinen Schatten gesprungen und begann Smalltalk von Biker zu Biker, der Kollege ist aber nicht so recht eingestiegen. Sorge bereitet mir, dass die Sonnenstrahlen die mich durchs Fenster trafen an Stirn und Nacken direkt Hitzeschübe hervorriefen.
In Tuttlingen angekommen leichter Regen, sodass ich meine Ausrüstung auch gleich (erfolgreich) ausprobieren konnte (Gamaschen mangels Schlangenmenschen-Eigenschaften nicht im Bild).

Nach 8 km im Hotel zur Mittagszeit eingecheckt. Snack eingenommen, wirklich hungrig war ich nicht. Die Restaurants hier starten um 17 Uhr, das passt. Nach Siesta schönes Telefonat mit Barbara und dem Erstgeborenen. Letzterer übrigens Verantwortlich für das Layout des Blogs.


Zum Abendessen Maultaschensuppe und Schwarzwälder Cordon Bleu, lecker und sättigend. Währenddessen Dateiupload der unterwegs gemachten Filme. So mies das WLAN auf dem Zimmer war, so flott hat es im Restaurant funktioniert. Für mich neu: in denrsten beiden Hotels jeweils WLAN ohne Passwort, heute wurde ich noch nicht mal darauf hingewiesen.

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