Rückblick: Nahrungsaufnahme während der Etappen
Heute wäre eine entspannte Strecke zu bewältigen gewesen: 61 Kilometer mit 230 Höhenmetern. Entlang am Canal Latéral à la Loire und später dann auf der Veloroute du Burbonnais V75 (die wohl entlang einer Landstraße führt).
Die Radstrecken an Gewässern entlang gefallen mir grundsätzlich gut, die in Frankreich waren für mich schon außergewöhnlich schön. Zwischendrin dann mal rauf über eine höher gelegene Ebene zur Abwechslung. Damit waren die ersten drei Tage in Frankreich prima ausgefüllt.
Wie habe ich mich unterwegs verpflegt? Beim Frühstück bekam ich noch nicht viel runter. Meistens etwas Rührei, Brot, Gemüse/Obst und was Süßes zum Abschluss (Croissant mit Marmelade oder so), dazu Tee, Kaffee und Orangensaft. Unterwegs auf dem Rad folgendes:

Auf eine 750 ml Flasche eine oder eineinhalb Tabletten, ein Teelöffel Honig, ca. 50 ml Zitronensaft und mit Wasser auffüllen. Davon für die ersten beiden Stunden zwei Flaschen am Rad. In einer Trikottasche den Traubenzucker, den ich vorher ausgepackt hatte. So alle 15 Minuten einen halben oder bevor es in eine Steigung ging. In den Pausen ein bis zwei Müsliriegel oder/und eine Banane, meist nur eine Flasche wie oben beschrieben nachgefüllt, die andere mit Wasser zum in den Nacken und auf den Kopf spritzen und den Traubenzucker runterspülen.
Das würde ich beim nächsten Mal modifizieren:
– Tabletten ausprobieren, sodass ich eine etwas leckerere finde
– Ein praktischeres Behältnis für den Honig nehmen
Ansonsten hat das für mich ziemlich gut gepasst. Bei Ankunft meist nochmal Banane oder Riegel, am Abend dann nach Angebot vor Ort.
Heute morgen gewogen, 85,5 kg, d.h. in der ersten Woche ein gutes Kilo abgenommen, hoch gerechnet 3-4 Kilo auf die Tour (natürlich nur eine grobe Schätzung, ab morgen wären die Etappen anstrengender geworden und die Temperaturen höher). Für ein Abnehmprogramm also ein bisschen viel Aufwand.
Wie geht’s mir heute: definitiv richtige Entscheidung getroffen. Ich bin nicht gesund, werde am Montag auch zum Hausarzt gehen. So habe ich stundenlang auf einem Rad nix verloren. Aber: es geht mir gut, weil ich die Entscheidung so getroffen habe. Geholfen haben mir auch die warmen Worte in den Kommentaren und in anderen Kanälen, vielen Dank dafür.
Gestern hatte ich ja mein Radl dafür gelobt, so toll die insgesamt 2.000 Kilometer inklusive der Trainings seit März durchgehahlten zu haben. Ich war ja die ganze Zeit drauf gesessen, und darauf bin ich dann doch etwas stolz. Immer wieder blitzen einige Fahrtszenen und Landschaften auf, die ich durchradelt habe, was schön ist. Die Geräusche während dem Fahren, das Rauschen der Bäume, der Fahrtwind, das Piepsen des Navis oder der Leerlauf des Rads waren stetige Begleiter, die ich abrufen kann. Einfach schöne Erinnerungen. Morgen steht dann eine recht knackige Etappe an.

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