Das war heute ein rundum gelungener Tag. Vielleicht hatte ich mir das auch so vorgestellt. Etappe Mittags beendet, nach dem Dehnen eine kleine Siesta und dann noch Zeit, den Zielort ein wenig zu erkunden. Aber von Anfang an.
Dank Ibu ohne Glühen geschlafen und recht frisch aufgewacht. Am Vorabend noch Plan B (Tor auf 53 km verkürzen und dann mit dem Zug weiter) und C (verkürzen auf 23 km) gestrickt, hat mich besser schlafen lassen. Nach erstem französischen Frühstück (hier deutlich mehr frische Sachen wie Käse und Obst, offener Tee, eher flüssiges Rührei) vor 8:30 auf dem Rad gewesen. Die ersten 20 km wieder am Kanal entlang.

Erneut wunderschön. Gerade als ich mit einem 24-25 km/h-Schnitt geliebäugelt habe führte mich die Route weg vom Gewässer – und bergauf. Irgendwoher mussten die 580 Höhenmeter ja kommen. Die erste Steigung mit Serpentinen (hellorange), bisschen Tour-Feeling. Dann durch den Wald.

Und erstmal wieder runter. Dachte schon, das wäre es gewesen. Aber nix. Es kam ein etwas unangenehmes Stück Landstraße bergauf, wo ich mich sehr als Hindernis gefühlt habe. Dann endlich auf eine Nebenstraße abgebogen – und bald abgestiegen. Das war mir einfach zu steil. Ca. 10 Minuten geschoben.

Da ging’s rauf.

In die Richtung wieder runter.

Das hat sich für mich ein bisschen wie Voralpenland angefühlt. Danach endlich fast dauerhaft nach unten. Leider kann man das Gefälle auf den Bildern nicht wirklich erkennen.

Unten angekommen am Fluss Doubs entlang. Nach Voralpenland-Feeling zuvor wähnte ich mich jetzt am Donaudurchbruch bei Kelheim.

Pause Nähe Bahnhof von Plan B.


Original Tour-Banane als Verpflegung. Sah im Supermarkt ohne Brille für mich aus wie Demeter (kein Kommentar, Zweitgeborener!). Gut gefühlt, also beschlossen, weiterzuradeln.

Nicht viel später näherte ich mich Besancon (sorry, kein Akzent unter dem ‚c‘ auf meiner Smartphone Tastatur). Das waren die letzten Meter der 89 Kilometer.



Nach Dehnen, Snack und Duschen noch Zeit für eine Siesta. Als Sightseeing-Ziel die empfohlene Citadelle besichtigt. Ausgerechnet der höchste Ort der Stadt.

Die Anstrengung hat sich gelohnt, eine große Festungsanlage

mit Museen (u.a. der Resistance, Biodiversität, Kunst), ein integrierter zoologischer Garten,

eine Ausstellung mit Erläuterungen zum Fluss Doubs, das alte Mühlrad u.v.m. Viele Informationen dreisprachig: französisch, englisch, deutsch. Dazu toller Blick über die Stadt und die Umgebung.

Große Empfehlung bei einem Besuch. Kann man auch einen ganzen Tag verbringen. Eintritt 13,50€.
Auf dem Weg ins Hotel Proviant im Mini Casino besorgt. Telefonat mit Barbara und ab zum Abendessen. Durch die schicke Altstadt zum empfohlenen Restaurant:

Es gab lt. Karte Steak, ich hatte mit einem Stück Fleisch gerechnet, war dann ein Hackfleisch Patty unter Ei. Auch gut.

Auf dem Heimweg noch die schnuckeligen Fahrradständer fotografiert.


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