Das wäre die Etappe gewesen: 100 Kilometer mit 300 Höhenmetern toujours am Canal du Centre entlang. Nachdem Etappe 6 eine kurze war und ich die gestrige habe ausfallen lassen wurde mir im Laufe des Nachmittags klar, dass ich gesundheitlich nicht in der Lage bin, die Reise weiter durchzuziehen. Das Telefonat mit den Jungs diente eigentlich dem Back-up-Plan, mich am kommenden Montag unterwegs aufzugabeln, wenn sie sich mit dem Auto auf den Weg nach Spanien machen. So waren wir zumindest verblieben, es wurden aber auch Dinge geäußert, die mich zum weiteren Nachdenken gebracht haben. Ich vergesse manchmal, dass die Kinder mich ja genauso lange kennen wie ich sie. Um wieder richtig fit zu werden braucht es mehr als einen Pausentag mit langer Siesta. Also vernünftig, entschlossen und schweren Herzens die Rückreise geplant. Mit dem Zug komme ich um ca. 14 Uhr bis Mulhouse, ab da wurde es mit Rad im Zug schwierig. Lieberweise hat sich Barbara als Abholerin angeboten.
Wieder serviertes Frühstück im Hotel, diesmal mit heißer Schokolade. Zusätzlich gab es ein kleines Buffet mit Joghurt, Obst und Müsli (das ich zunächst als einzigen Bestandteil missverstanden hatte).

Um 9:08 ging die Rückreise am Bahnhof Chagny los.

Was ich im Hotel begonnen hatte, weiter erledigt: die Stornierungen der kommenden Unterkünfte. Bei zehn direkt kostenfrei, die anderen angefragt. Umstieg in Dijon nach Besancon (schöne Erinnerungen), dort Umstieg nach Belfort.
Clevere Fahrrad-Befestigung:

Kommt ein weiteres Fahrrad dazu, einfach den Gummi erweitern. In Belfort Zeit gehabt, in Bahnhofsnähe nach einem Snack zu gucken. Und was warf sich mir in den Weg? Eine Patisserie! Also noch ein Pain-au-chocolat und etwas Feines mit Mousse-au-chocolat besorgt.

Während der Zugfahrten tatsächlich mal Wege erkannt, die ich die letzten Tage geradelt bin, wirklich sehr schön! Zustieg in den Zug nach Mulhouse.

Barbara war mittlerweile schon dort angekommen.
Schade auf der einen Seite, dass die Reise heute erstmal zu Ende geht. Ganz viele tolle Eindrücke und Erfahrungen gesammelt, das wird noch eine Weile brauchen, alles zu verarbeiten.

Der brave Drahtesel wird jetzt mal selber transportiert. Seit Kauf im Januar und über 2.000 Kilometern kein Platten, keine Panne, nur mal zwischendurch Gangschaltung einstellen. Das hat sich auf alle Fälle gelohnt!

Hier bin ich vor einer Woche Richtung Neuburg geradelt. Nach Ankunft kurz nach acht auspacken, abendessen und sicherheitshalber noch einen Corona- und Grippetest machen, beides negativ.
Wie geht’s weiter, auch hier im Blog? Ich denke, ich dokumentiere die geplante Reise bis zum Schluss, halt ohne Erlebnisse, und gebe Rückblicke und Gelerntes weiter. Jetzt erstmal ausschlafen, ohne an eine morgendliche Abfahrt auf dem Rad zu denken

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